Om Netværket

Nordisk Netværk for Avantgardestudier er et nordisk forskningsnetværk støttet af Nordforsk 2004-2007. Nordisk Netværk for Avantgarde Studier vil styrke og koordinere mindre og spredte nationale forskningsmiljøer, bidrage til at fremme udveksling af viden om forskelle og ligheder mellem de nordiske lande og gøre nordisk avantgardeforskning internationalt synlig. Nordisk Netværk for Avantgardestudier afholder en årlig konference. Netværket danner også ramme for udarbejdelsen af De nordiske avantgarders kulturhistorie i 4 bind og et elektronisk arkiv for dokumenter fra de nordiske avantgarder. Det nordiske forskningsnetværk er en videreudvikling af det danske forskningsnetværk ”Avantgardernes genkomst og aktualitet” støttet af Det humanistiske Forskningsråd 2001-2004. Under forberedelse er et Europæisk Netværk for Avantgarde og Modernisme Studier, EAM, hvis første konference afholdes i Ghent, Belgien, maj 2008.

About the Network

The Nordic Network of Avant-Garde Studies is supported by Nordforsk 2004-2007. The Nordic Network of Avant-Garde Studies aims to support and coordinate small and dispersed national centres of research, help promote the exchange of knowledge about differences and similarities among the avant-garde currents and research in the Nordic countries, and make Nordic avant-garde research visible in a European and international context. The Nordic Network of Avant-Garde Studies has a yearly conference. Within the Network an editorial group is preparing a four-volume Cultural History of the Nordic Avant-Gardes and an electronic archive of documents from the Nordic avant-gardes. The Nordic network is an extension of the Danish research network ”The Return and Actuality of the Avant-Gardes” supported by the Danish Research Council 2001-2004. A European Network of Avant-Garde and Modernism Studies, EAM, is under preparation and will have its first conference in Ghent in May 2008.
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Ultravision

Donnerstag, 29.03.2007 bis Samstag, 31.03.2007

Zentrum f. Literatur- u. Kulturforschung, Schützenstr. 18, 10117 Berlin, 3. Et., Veranstaltungsraum R. 308

Konzeption und Organisation: Dr. Sabine Flach und Dr. des Margarete Vöhringer

Bildende Künste adressieren die Wahrnehmung. Als sich im 19. Jahrhundert auch die Physiologie, Psychologie, Psychophysik und Psychotechnik derselben annahmen und begannen, sie zu vermessen und zu trainieren, bildeten sich Bündnisse sowohl hin zu den technisch präformierten Visualisierungsverfahren als auch zu den Erkenntnisinteressen der zeitgenössischen Lebenswissenschaften. Es entstand eine Situation, die sich durch den Austausch von Ideen, Apparaten, Fragestellungen, Lehrprogrammen und Praktiken insbesondere zwischen Avantgarde-Künstlern und Lebenswissenschaftlern kennzeichnen lässt.
In diesem Sinne sollen für die Arbeitstagung „Ultravision“ die Themen, Praktiken, Werke, Methoden und Institutionen der Künstlerischen Avantgarde zwischen 1910 und 1930 als eine groß angelegte Experimentalanordnung der Sinneskulturen und Wahrnehmungsweisen untersucht werden. Mit dieser Perspektive rückt die Frage nach dem Künstlerischen Forschen im Vergleich zu den Erkenntnisweisen der Lebenswissenschaften in den Fokus.

Geht man mithin davon aus, dass das künstlerische Wissen dem wissenschaftlichen Wissen vergleichbare Kompetenzansprüche artikulierte, stellt sich die Frage nach seinem epistemischen Status. Der Mehrwert künstlerischer Arbeit und ihre spezifische Erkenntnisweise, d.h. ihr Beitrag zu und ihre Intervention in die wissenschaftlichen Diskurse sollen im Zentrum der Vorträge und Diskussionen stehen. Mit Blick auf den gewählten Zeitraum und den skizzierten Themenhorizont sind dabei folgende Fragestellungen besonders zu berücksichtigen:
Wie definierte sich das spezifische Wissen der Künste? Welche Theorien wurden von Künstlern entwickelt, um ihr spezifisches Wissen in Zusammenhang zu den Lebenswissenschaften zu bringen? Welche Methoden und Verfahren wurden vom Künstler für seine Tätigkeit gewählt und welchen Einfluss hatten diese auf den jeweiligen Erkenntnisgewinn? Hatte der Austausch zwischen Künstlern und Wissenschaftlern Folgen für beider Fragestellungen, Experimentalanordnungen und Erklärungen? Auf welche experimentellen Wissenschaften bezogen sich die Künste und umgekehrt, welche Möglichkeiten boten die Künste diesen Wissenschaften? Inwiefern wirkten sich die künstlerischen Experimente und etwaige Synergieeffekte durch kooperierende Disziplinen tatsächlich auf die Bild- und Textproduktion der Zeit aus und mit welchen Konsequenzen für die klassische Trias Künstler-Werk-Betrachter? Und schließlich, wie verhielt sich all dies zu den Leitmedien der Zeit – Photographie und Film?
Die Arbeitstagung will den verschiedenen Transfers von praktischem und theoretischem Wissen zwischen Künstlern und Wissenschaftlern nachgehen, um zu sehen, welche Praktiken in welchen Disziplinen angewandt wurden, um mit ihnen die Wahrnehmung zu analysieren.